Runde auf beim Kauf – Und unterstütze das Azulita Projekt

Auf meiner letzten Reise bin ich auf das Azulita-Projekt gestoßen. Das Azulita Projekt hat es sich u. A. zur Aufgabe gemacht den Rückkauf von Altkunststoffen zu fördern, Recycle-Behälter in Gemeinden zu installieren, Jugendliche über einen verantwortungsvollen Umgang mit Plastik und Kunststoffen zu erziehen und arbeitet eng mit lokalen Firmen zusammen, um mehr Verantwortung für die Verwendung von Kunststoffen zu übernehmen.

Als ich wieder Zuhause war, habe ich mir überlegt wie ich solche Projekte auch von hier aus aktiver unterstützen könnte. Genau aus diesem Grund sind wir vor kurzem mit URA 1% for the Planet beigetreten. Einer Organisation, die genau solche Projekte fördert, indem Firmen 1% ihres Brutto-Jahres-Einkommens spenden.

The Azulita Project Mexico Sustainable NPO One Percent for the Planet Social The URA Collective La Saladita Rancha

Unser Modelabel ist im Moment leider noch zu klein, um regelmäßig einen aktiven Fixbetrag pro T-Shirt für solche Projekte zu sammeln. Daher ist 1% for the Planet ein perfekter Start. Um einzelnen NPOs (Non Profit Organisations), denen wir im Laufe unserer Reisen begegnen oder sogar aktiv selbst unterstützen, zusätzlich eine größere Reichweite zu geben, habe ich mir folgendes überlegt:

Ab sofort gibt es die Option bei unserem Online-Shop den tatsächlichen Betrag aufzurunden und somit Spenden für das von uns aktuell unterstützte Projekt zu sammeln. Ihr bekommt nach der Bestellung von uns eine Email mit einem Paypal Spenden-Button und allen restlichen Details. Ihr spendet den Betrag direkt an die jeweilige Organisation. Falls ihr eine Spendenquittung benötigt, müsst ihr euch bitte auch direkt an die NPO wenden.

 

The Azulita Project Mexico Sustainable NPO One Percent for the Planet Social The URA Collective La Saladita

 

Zum Problem:
Unsere Ozeane sind in Schwierigkeiten. Die Plastikverschmutzung ist größer als je zuvor und die Menschen sind zu träge, um ihre gewohnten Verhaltensweisen zu ändern. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht der Ellen MacArthur Stiftung, deutet darauf hin, dass bis zum Jahr 2050 in unseren Ozeanen mehr Plastik-Abfälle als Fische vorhanden sein könnten. Im Moment liegt der weltweite Ölverbrauch durch die Kunststoff-Produktion noch bei 5%, in den nächsten 35 Jahren soll er bis auf 35% steigen. Dieser Artikel hat bei seiner Vorstellung während des Weltwirtschaftsforums für große Diskussionen gesorgt. Ist das wirklich möglich? Können wir 2050 so projektieren?[1]

Trotz der wachsenden Nachfrage werden nur 5% der Kunststoffe effektiv recycelt, 40% landen auf Deponien und ein Drittel in empfindlichen Ökosystemen wie den Weltmeeren. Erschreckende Zahlen, nicht war? Wir sind alle irgendwie Teil des Problems, können wir aber auch Teil der Lösung sein – wenn wir möchten.

Der Bericht besagt, dass jedes Jahr „mindestens 8 Millionen Tonnen Plastik in den Ozean eindringen“ – was soviel bedeutet, wie jede Minute den Inhalt eines Müllwagens in den Ozean zu werfen. Wenn dagegen nichts unternommen wird, wird erwartet, dass dies bis 2030 auf zwei pro Minute und bis 2050 auf vier pro Minute steigt.

 

„Bis zum Jahr 2025 wird erwartet, dass das Meer bis 2025 eine Tonne Plastik pro drei Tonnen Fisch und bis 2050 mehr Plastik als Fisch enthalten wird.“

 

Ein Teil der Lösung besteht darin, die Art und Weise zu überdenken, wie Waren verpackt werden, wodurch die Nachfrage nach Kunststoff gesenkt werden kann. Ein wasserlöslicher Film kann zum Beispiel verwendet werden, um kleinere Gegenstände zu verpacken. Schwer recycelbare Kunststoffe wie PVC und expandierbares Polystyrol könnten somit aus der Produktion verschwinden.

Hersteller könnten Kunststoffartikel so umgestalten, dass sie besser wiederverwendet werden können, und ihre Produktionsmethoden überdenken, um das Recycling zu erleichtern. Weitere Produkte könnten aus Kunststoffen hergestellt werden, die im industriellen Maßstab kompostiert werden können, einschließlich Abfallsäcke für organische Abfälle und Lebensmittelverpackungen für Veranstaltungen im Freien, Kantinen und Schnellimbisse.[2]

Und nun zu einer weiteren möglichen Lösung und zur Unterstützung unseres ersten Projekts:

 

 

Das Azulita Projekt

Playa Saladita ist eine Strandgemeinde in Mexiko, die ca. 3km von Los Llanos entfernt ist. Fischerei spielt für die Einwohner dort eine sehr wichtige Rolle und die wunderschönen Strände bieten erstklassige Spots zum Surfen. Das Recycling-Programm von Azulita wirkt sich hierbei positiv auf mehr als 100km Reichweite der Pazifikküste aus. Bevor mit diesem Projekt Anreize zum Sammeln von Plastik geschaffen wurden, wurde der Abfall in offenen Gruben verbrannt oder vergraben. Dank Azulita wird der Kunststoff sicher aus der Umwelt entfernt und recycelt.

Entstanden ist das Projekt 2008 aus dem Wunsch mehrerer Menschen, eine gesündere, ökologischere und nachhaltigere Welt zu schaffen. Die Gründer haben sich zusammengeschlossen, um die gravierende Plastikverschmutzung und den übermäßigen Einsatz chemischer Pestizide in der Region Los Llanos zu bekämpfen.

In seiner ursprünglichen Form war das Azulita-Projekt eine freiwillige Gemeinschaft, die Bildungsprogramme für biologische Landwirtschaft, Recycling-Projekte, eine Fußballliga, Tanzunterricht, Englischunterricht und einen Gemeinschaftsraum für Unterricht und Versammlungen förderte.

The Azulita Project Mexico Sustainable NPO One Percent for the Planet Social The URA Collective La Saladita Rancha

Recycle-Behälter direkt am Strand

Im Jahr 2014 reorganisierten die Gründer den Recycling-Teil des Projektes hin zu einem effektiven und nachhaltigen Geschäftsmodell. Das Konzept war einfach: Schaffung von wirtschaftlichen Anreizen für Menschen, Plastik zu recyceln und gut bezahlte Arbeitsplätze in ländlicheren Gegenden von Mexiko zu schaffen. Dies war die Geburtsstunde des Azulita Projekts Asociació Civil.

Im Jahr 2016 folgten weitere Projekte, um mexikanische Betriebe zu unterstützen und eine lokale Kampagne zu starten, um das Bewusstsein für die Verschmutzung durch Plastikmüll weiter zu stärken und die lokale Reduzierung von Einwegplastik zu reduzieren. Azulita schafft auch die Möglichkeit für Mitglieder dieser Gemeinschaft sich mit der Meeres-Verschmutzung durch Plastik auseinander zu setzen und aktiv dagegen zu wirken.[3]

Schlusswort:
Als ich Mexiko und die Region um Los Llanos zum ersten Mal besucht habe, war ich wahrhaftig überwältigt von ihrer Schönheit. Leute, deren Anliegen es ist diese wunderschöne Region und unseren Planeten zu schützen, haben meinen vollsten Respekt. Ich habe damals all meine Fotos von der Reise für dieses Projekt gespendet und werde es in Zukunft mit anderen Organisationen, denen ich hoffentlich über den Weg laufen werde, auch so handhaben. Ich denke man muss nicht erst hauptberuflich Fotograf werden oder ein nachhaltiges Klamotten-Label gründen, um damit Spenden-Gelder für solche Projekte zu sammeln. Jeder von uns kann kreativ werden und sich überlegen, wie er herausragende Projekte wie diese auf seine ganz eigene Art und Weise unterstützen kann.

 

Hier kannst du auch direkt spenden:

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The Azulita Project Mexico Sustainable NPO One Percent for the Planet Social The URA Collective La Saladita

Einzelnachweise:

  1. https://www.ellenmacarthurfoundation.org/assets/downloads/publications/NPEC-Hybrid_English_22-11-17_Digital.pdf
  2. https://www.theguardian.com/business/2016/jan/19/more-plastic-than-fish-in-the-sea-by-2050-warns-ellen-macarthur
  3. https://www.azulitaproject.org/azulitaprojectstory/

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